Deutsch-Ukrainischer Polizeidialog am IOR

Am 8.–9. September 2025 wurde das Institut für Ostrecht (IOR) in Regensburg zum Treffpunkt für Wissenschaftler:innen und Polizeivertreter:innen aus der Ukraine und Deutschland. Zwei Tage lang ging es nicht nur um fachliche Impulse, sondern vor allem um das direkte Gespräch: Polizeirecht im Vergleich, gemeinsame Prävention – und die Frage, wie wir Kinder auf dem Fahrrad noch besser schützen können.

Starker Auftakt mit hochrangigen Grußworten


Persönlich begrüßt wurden die Teilnehmenden vom Polizeipräsidenten der Polizei Oberpfalz, Thomas Schöniger. Online zugeschaltet: das Generalkonsulat der Ukraine in München. Ebenfalls hieß Prof. Dr. Guido Hausmann, Ko-Sprecher des DAAD-Zentrums „Denkraum Ukraine“, die Gäste willkommen. Für einen ebenso herzlichen wie verbindlichen Rahmen sorgten die Grußworte des Rektors der Staatlichen Universität für Innere Angelegenheiten Donezk (Ukraine) sowie des Dekans der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Regensburg.

Polizeiarbeit im Krieg


In intensiven Diskussionsrunden wurden die besonderen Herausforderungen der ukrainischen Polizei im Krieg adressiert – von der Sicherheitsarchitektur in beiden Ländern bis zu praxistauglichen Präventionsmaßnahmen. Der unmittelbare Dialog zwischen Praxis und Wissenschaft zeigte: Gemeinsames Lernen beschleunigt konkrete Verbesserungen.

Fokus Verkehrssicherheit: Kinder als Radfahrer im Blick


Ein weiterer Schwerpunkt galt der Fahrradsicherheit von Kindern. Vergleichende statistische Befunde aus der Ukraine und Deutschland bildeten die Grundlage für klare Handlungsempfehlungen – von wirksamer schulischer Verkehrserziehung über behördliche Präventionskampagnen bis hin zu smarter Infrastrukturplanung. Präsentiert wurde zudem ein neues Handbuch für ukrainische Polizist:innen, das auf deutscher Erfahrung aufbaut und speziell die Sicherheit von Kindern auf dem Fahrrad adressiert.

Im Projekt verankert – mit Wirkung nach außen


Der Deutsch-Ukrainische Polizeidialog ist Teil des Projekts „Polizeiliche Gefahrenprävention in der Ukraine“, gefördert durch die Philipp Schwartz-Initiative der Alexander von Humboldt-Stiftung. Das Ergebnis der beiden Tage ist deutlich: Direkter Austausch, Vertrauen und enge Zusammenarbeit zwischen ukrainischen und deutschen Expert:innen schaffen spürbare Mehrwerte – für die Forschung, für die polizeiliche Praxis und letztlich für die gemeinsame Sicherheit.