Forschungsaufenthalt von Professor Dr. Roman Melnyk am IOR

Professor Dr. Roman Melnyk, Professor für Verwaltungs- und Öffentliches Recht an der Maqsut Narikbayev Universität (MNU) in Astana (Kasachstan) und Direktor der dortigen Research School of German and Administrative Law, befindet sich seit Mitte Juli zu einem Forschungsaufenthalt am Institut für Ostrecht in Regensburg. Der Aufenthalt wird durch das Dr.-Knaul-Stipendium der DAAD-Stiftung gefördert.

Im Rahmen seines Projekts „Juristische Methodenlehre als Grundlage für die Rechtsstaatlichkeit, die Juristenausbildung und das Verfassungsprinzip der Gleichheit“ untersucht Prof. Dr. Melnyk die Bedeutung juristischer Methodik für rechtsstaatliche Institutionen und die Reform der juristischen Hochschulausbildung im Nachkriegskontext. Ziel sind unter anderem wissenschaftliche Empfehlungen für die Hochschullehre sowie die Vorbereitung eines Lehrbuchs und eines Fortbildungskurses zur Methodenlehre.

Während seines Aufenthalts nahm Prof. Melnyk am 15. Juli an der vom IOR organisierten Podiumsdiskussion „Demokratie unter Druck?“ teil. Gemeinsam mit Darja Meshcherjakova und Prof. Dr. Alexander Tischbirek diskutierte er über die Herausforderungen demokratischer Institutionen in der Ukraine und in Deutschland.

Das Institut für Ostrecht arbeitet mit Prof. Melnyk bereits seit 2018 zusammen. Mit der MNU besteht seit 2023 ein Memorandum über die Zusammenarbeit. Gemeinsam wurden mehrere DAAD-geförderte Projekte im Rahmen des Ost-West-Dialogs sowie internationale Sammelbände zum Verwaltungsrecht, zur Verwaltungsgerichtsbarkeit und zur direkten Demokratie realisiert.