Am 18. Juni 2026 fand in Frankfurt am Main das Autorenforum der Loseblattsammlung „Internationales Ehe- und Kindschaftsrecht mit Staatsangehörigkeitsrecht“ (IEK) statt. Der Verlag für Standesamtswesen hatte Autorinnen und Autoren aus dem In- und Ausland eingeladen, um gemeinsam 100 Jahre Familienrecht in Europa zu reflektieren und aktuelle Entwicklungen im internationalen Familienrecht zu diskutieren.
Unter der Moderation von Prof. Dr. Anatol Dutta eröffneten Prof. Dr. Dr. h.c. Walter Pintens mit einem Rückblick auf ein Jahrhundert Familienrecht im Wandel und Prof. Dr. Claudia Mayer mit einem Beitrag zur Bedeutung des ausländischen Rechts vor deutschen Gerichten und Behörden den Tag. Im Anschluss würdigten die Herausgeber Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Dieter Henrich, Prof. Dr. Anatol Dutta und Prof. Dr. Hans-Georg Ebert in einem Rückblick die 100-jährige Geschichte des IEK.

Am Nachmittag standen unter der Moderation von Prof. Dr. Hans-Georg Ebert sowie Prof. Dr. Anatol Dutta Länderberichte im Mittelpunkt: Dr. Reinhard Giesen sprach über den Familienrechtstourismus nach Dänemark, Dr. Thomas von Hippel und Prof. Dr. Knut Benjamin Pißler beleuchteten Streitigkeiten über Immobilien zwischen Ehegatten in China. Dr. Carl Friedrich Nordmeier widmete sich der Rechtsrezeption und den Entwicklungslinien in den Familienrechten portugiesischsprachiger Länder, während Priv.-Doz. Dr. Jan Peter Schmidt Tradition und Wandel in den Familienrechten Lateinamerikas vorstellte.
Für das Institut für Ostrecht nahmen die wissenschaftlichen Referenten Axel Bormann (Länderberichte Republik Moldau und Rumänien), Tina de Vries (Länderbericht Polen) und Antje Himmelreich (Länderbericht Belarus, künftig auch Usbekistan und Kasachstan) an der Veranstaltung teil.

