Am 28. Februar 2026 fand die diesjährige Jahreshauptversammlung der Südosteuropa-Gesellschaft im Alten Finanzamt in Regensburg statt. Die traditionsreiche Veranstaltung bot erneut ein Forum für den interdisziplinären Austausch zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Südosteuropa.
Im Rahmen der Versammlung überreichte der Geschäftsführer des Instituts für Ostrecht (IOR) und Vorstand der Fritz und Helga Exner-Stiftung Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Küpper den diesjährigen Dissertationsförderpreis der Stiftung an Claudia Laštro. Mit der Auszeichnung wird eine herausragende wissenschaftliche Arbeit gewürdigt, die sich auf innovative und zugleich methodisch fundierte Weise mit der Stabilisierung autoritärer Regime befasst.

Die preisgekrönte Dissertation untersucht am Beispiel von Montenegro und Serbien die Frage, wie politische Gegensätze innerhalb der Elite nicht notwendigerweise zu Instabilität führen, sondern im Gegenteil zur Festigung autoritärer Herrschaft beitragen können.
Im Anschluss an die Preisverleihung widmete sich eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion den „gefühlten und echten demographischen Bedrohungen“ in Südosteuropa, insbesondere im Spannungsfeld von Einwanderung und gesellschaftlicher Überalterung. Unter der Leitung von Prof. Dr. Ulf Brunnbauer (Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, Universität Regensburg) diskutierten:
- Prof. Dr. Florian Bieber (Universität Graz),
- Ainur Kanafina (UNFPA Regional Office for Eastern Europe and Central Asia),
- Prof. Dr. Eva Fodor (Central European University, Wien) sowie
- Prof. Dr. Maja Gerovska Mitev (Universität Skopje).
Die Veranstaltung unterstrich einmal mehr die Bedeutung des Dialogs zwischen Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Für das Institut für Ostrecht war die Mitwirkung an der Preisverleihung und der fachliche Austausch im Rahmen der Jahreshauptversammlung ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der wissenschaftlichen Vernetzung in und mit Südosteuropa.

