Jahresversammlung der Deutsch-Ungarischen Juristenvereinigung in München

Vom 8. bis zum 10. Mai 2026 nahm Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Küpper, Geschäftsführer des IOR, an der gemeinsamen Jahresversammlung der Deutsch-Ungarischen Juristenvereinigung (DUJV) und der Ungarisch-Deutschen Juristenvereinigung (UDJV) teil. Die Veranstaltung fand in den repräsentativen Räumen des Ungarischen Generalkonsulats in München statt.

Wissenschaftliches Programm: Recht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Das diesjährige wissenschaftliche Programm widmete sich dem Recht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, einem Thema, das angesichts aktueller medienpolitischer Entwicklungen in beiden Ländern von hoher Brisanz ist.

Die Beiträge zum ungarischen Rundfunkrecht waren naturgemäß geprägt vom jüngsten ungarischen Wahlergebnis. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Perspektiven sich für den ungarischen Rundfunk eröffnen. Die Referentinnen und Referenten äußerten sowohl die Hoffnung als auch die konkrete Erwartung, dass sich der derzeit staatsnah organisierte Rundfunk zu einem echten öffentlich-rechtlichen Rundfunk wandeln wird, einem, der auch den Vorgaben des Unionsrechts vollumfänglich entspricht.

Doch nicht nur das ungarische System stand in der Kritik. Auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland wurde kritisch beleuchtet. Besonders beachtet wurde in diesem Zusammenhang der Vortrag von Prof. Dr. Gerrit Manssen von der Universität Regensburg, der das deutsche Modell einer pointierten rechtswissenschaftlichen Analyse unterzog.

Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Küpper ist Mitglied des Vorstands der Deutsch-Ungarischen Juristenvereinigung und engagiert sich in dieser Funktion kontinuierlich für den wissenschaftlichen und rechtspolitischen Dialog zwischen Deutschland und Ungarn. Die gemeinsamen Jahresversammlungen von DUJV und UDJV bieten dabei ein etabliertes Forum für den bilateralen Austausch von Rechtswissenschaftlerinnen und Rechtswissenschaftlern beider Länder.