Polnische Gastwissenschaftler im Juli am IOR


Im Juli 2026 begrüßt das Institut für Ostrecht zwei renommierte Gastwissenschaftler aus Polen: Frau Prof. Natalia Kohtamäki und Herrn Dr. Jarosław Stasiak. Beide bereichern mit ihrer fachlichen Expertise – von der europäischen Finanzaufsicht bis zum polnischen Grundbuchrecht – den wissenschaftlichen Austausch zwischen Polen und Deutschland.

Prof. ucz. dr hab. Natalia Kohtamäki, LL.M. (Bonn)

Professorin Natalia Kohtamäki lehrt an der Kardinal-Stefan-Wyszyński-Universität in Warschau, Fakultät für Rechts- und Verwaltungswissenschaften. Ihr wissenschaftlicher Werdegang ist eng mit Deutschland verbunden: Sie promovierte am interdisziplinären Kolleg „Global Financial Markets“ der Juristischen Fakultät der Universität Jena – unter der Betreuung von Prof. Dr. Matthias Ruffert. Zuvor studierte sie Rechtswissenschaften und Internationale Beziehungen an der Universität Warschau und absolvierte ein postgraduales LL.M.-Studium im Bereich Rechtsvergleichung an der Juristischen Fakultät der Universität Bonn – betreut von Prof. Dr. Christian Hillgruber.


Als Stipendiatin renommierter deutscher Institutionen – darunter das Max-Planck-Institut für öffentliches Vergleichendes Recht und Völkerrecht in Heidelberg, der Deutsche Bundestag (Internationales Parlaments-Stipendium) sowie die Stiftungen „Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft“ und „Geld und Währung“ – verfügt sie über umfassende Erfahrung in der deutsch-polnischen Wissenschaftskooperation. Sie leitete mehrere vom Nationalen Wissenschaftszentrum finanzierte Forschungsprojekte, u. a. im Rahmen der Ausschreibungen „Sonata 5“ (Nr. 2013/09/D/HS5/01277) und „Harmonia 10“ (Nr. 2018/30/M/HS5/00296).
Professorin Kohtamäki ist Autorin zahlreicher Publikationen im Bereich des Europarechts, darunter die englischsprachige Monografie Theorising the Legitimacy of EU Regulatory Agencies (Berlin 2019) sowie die deutschsprachige Monografie Die Reform der Bankenaufsicht in der Europäischen Union (Tübingen 2012).


Dr. Jarosław Stasiak

Dr. Jarosław Stasiak ist Absolvent der Universität Łódź und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Er promovoierte mit einer Dissertation zum Thema „Befreiung von Gerichtskosten“.


Er ist als Dozent an der Akademie Piotrków in Piotrków Trybunalski tätig und arbeitet zugleich als Jurist mit umfassender Erfahrung im Immobilienrecht. Darüber hinaus leitet er die Abteilung für Privatrecht bei der Stadtverwaltung von Łódź. In dieser Funktion entwickelte er eine viel beachtete Strategie zur gerichtlichen Unterbindung störender Emissionen (Immissionen), die von Geschäften mit sogenannten „Legal Highs“ ausgehen.


Dr. Stasiak hat zahlreiche Beiträge in polnischen und deutschen Fachzeitschriften veröffentlicht. Derzeit arbeitet er an einer neuen Monografie über das ewige Nutzungsrecht in Polen.