„Vége van!“ (Es ist vorbei!) – das ist seit der Nacht vom 12. auf den 13. April 2026 überall in Budapest zu lesen. Seitdem klar ist, dass die Oppositionspartei TISZA (Tisztelet és Szabadság – Respekt und Freiheit) unter Führung von Péter Magyar die Parlamentswahlen nicht nur gewonnen hat, sondern sogar mit einer Zweidrittelmehrheit im Parlament rechnen kann, wird überall im Land gefeiert. Die Zweidrittelmehrheit ist für die neue Regierung von überragender Bedeutung, weil die Regierung Orbán viele Machtbastionen im politischen System geschaffen hat, deren Änderung eine Zweidrittelmehrheit erfordert. Über diese verfügt die neue Regierung nun aller Voraussicht nach und kann daher, ohne auf Kompromisse mit den scheidenden Herren angewiesen zu sein, ihr Programm der Reeuropäisierung, Redemokratisierung und Befreiung des Landes von der Korrpution durchführen.
Über die Wahlen und die sich daraus ergebenden Perspektiven für Ungarn und Europa gab der Geschäftsführer und Wissenschaftlicher Referent für ungarisches Recht, Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Küpper, am Morgen des 13.4.2026 dem Sender radioeins des Rundfunks Berlin Brandenburg ein ausführliches Interview. Das Interview kann hier nachgehört werden.

