Recht ist auch Kultur: Interview mit Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Küpper in der „Kulturkorrespondenz östliches Europa“

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Kulturkorrespondenz östliches Europa“ (KK) ist ein Interview mit dem Geschäftsführer des Instituts für Ostrecht (IOR), Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Küpper, erschienen. Im Gespräch geht es um eine Frage, die für die Rechtswissenschaft ebenso grundlegend wie alltagsnah ist: Wie stark ist Recht an Kultur gebunden – und was bedeutet das für Rechtsvergleichung und Ostrechtsforschung heute?

Das Interview macht deutlich: Rechtsordnungen bestehen nicht nur aus Normtexten. Sie beruhen auch auf Wertvorstellungen, historischen Erfahrungen, institutionellen Routinen und gesellschaftlichen Erwartungen. Wer Recht vergleichen will, muss daher mehr betrachten als Paragrafen – nämlich die Tiefendimensionen von Rechtskulturen. Gerade im östlichen Teil Europas zeigen sich in manchen Bereichen Unterschiede zu westeuropäischen Prägungen, die sich auf Auslegung, Anwendung und Verständnis von Recht auswirken können.

Geführt wurde das Interview von Renate Zöller, Redakteurin der Zeitschrift KK, die auf eine lange Tradition zurückblickt: Die ursprünglich als Pressedienst konzipierte Kulturpolitische Korrespondenz hat eine mehr als 50-jährige Geschichte. Bis 2019 wurde sie von der Stiftung Deutsche Kultur im östlichen Europa herausgegeben. Seit 2019 erscheint die Zeitschrift beim Deutschen Kulturforum östliches Europa.