Das Institut für Ostrecht (IOR) wurde am 18.7.1957 auf Initiative von Reinhart Maurach als rechtsfähiger Verein (e. V.) gegründet. Seine Aufgaben umfassen die systematische Erforschung der Rechtssysteme in den ehemals sozialistischen Staaten Osteuropas einschließlich der Rechtspraxis und der Rechtswissenschaft, die Verbreitung der Forschungsergebnisse in Deutschland und im Ausland, die Teilnahme an der internationalen rechtlichen Zusammenarbeit sowie die Stärkung des wissenschaftlichen Erfahrungsaustauschs und der internationalen Beziehungen auf allen Gebieten des Rechtswesens.
Zu diesem Zweck betreibt das Institut flächendeckende Grundlagenforschung und Projektforschungen, sammelt Rechtsliteratur aus und über den Forschungsraum, erstellt Rechtsgutachten für Gerichte, Behörden, Unternehmen und Private und erteilt Auskünfte über das Recht der osteuropäischen Staaten, gibt wissenschaftliche Publikationen und Periodika heraus, fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs und organisiert Rechtstagungen, Vorträge und ähnliche Veranstaltungen.
Zum Jahresende möchten wir am Institut für Ostrecht innehalten und den Blick bewusst auch dorthin richten, wo Weihnachten in diesem Jahr nicht selbstverständlich ist: in die Ukraine. Während hier Lichterketten und Kerzen Wärme spenden, feiern viele Menschen unter Bedingungen, die von Unsicherheit, Trauer und Erschöpfung geprägt sind. Das gilt auch …
Das Heft 10-12/2025 der WiRO ist erschienen. Wie inzwischen gewohnt, stellen wir Ihnen die aktuelle Ausgabe hier als PDF-Datei kostenlos zur Verfügung. Bauer-Mitterlehner, Ingeborg/Fastovets, Anna, Von Galizien bis zur EU-Annäherung: Die Rezeption des österreichischen und deutschen Rechts im ukrainischen Zivil- und Handelsrecht, DOI: 10.61028/wiro-2025-04-42 Čech, Petr, Auswirkungen des EU-Rechts auf …
Wie lässt sich Mobilisierung in Kriegszeiten rechtsstaatlich einhegen? In den Ukraine-Analysen Nr. 324 (19.12.2025) hat unsere Gastwissenschaftlerin Dr. Yuliia Tsurkalenko den Beitrag „Spannungsverhältnis zwischen Rechten und Pflichten: Mobilmachung in der Ukraine“ veröffentlicht. Darin untersucht sie die Rekrutierung wehrfähiger Männer in der Ukraine seit der Ausrufung des Kriegsrechts im Februar 2022 …
Wir haben einen Meilenstein erreicht: Über 1.000 Followerinenn und Follower begleiten inzwischen unsere Arbeit auf LinkedIn. Das ist ein starkes Signal: Ostrechts-Expertise ist längst kein Nischenthema: sie betrifft Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und ganz konkret den Rechtsstaat in Europa. Spätestens seit dem völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ist klar, wie …
Das Jahrbuch für Ostrecht 2025 ist erschienen. Mit dem inzwischen 66. Band liegt erneut ein kompakter, zugleich thematisch breiter Überblick über zentrale Rechtsfragen und Rechtsentwicklungen in Ost-, Mittel- und Südosteuropa sowie in Teilen Zentralasiens vor. Der Band verbindet grundlegende Fachaufsätze, Länderberichte zur Rechtsentwicklung 2024, Dokumentation wichtiger Texte/Entscheidungen sowie praxisnahe Gutachten …
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Kulturkorrespondenz östliches Europa“ (KK) ist ein Interview mit dem Geschäftsführer des Instituts für Ostrecht (IOR), Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Küpper, erschienen. Im Gespräch geht es um eine Frage, die für die Rechtswissenschaft ebenso grundlegend wie alltagsnah ist: Wie stark ist Recht an Kultur …
Die politische Entwicklung Georgiens beschäftigt seit Monaten nicht nur die Zivilgesellschaft vor Ort, sondern auch die europäische Rechtswissenschaft. Im Rahmen eines Vortrags am Institut für Ostrecht berichtete die georgische Juristin und Gastforscherin Nina Bazikoshvili am 11. Dezember 2025 über die aktuelle Lage in ihrem Heimatland und die Auswirkungen auf Rechtsstaatlichkeit, …
Am 4. und 5. Dezember 2025 nahm unsere wissenschaftliche Referentin für den postsowjetischen Raum, Antje Himmelreich, an der Jubiläumstagung „Sachunmittelbare Demokratie: Einstiger Hoffnungsträger, heute überholt?“ in Dresden teil. Anlass war das 20-jährige Bestehen des Deutschen Instituts für Sachunmittelbare Demokratie (DISUD). Die Konferenz fand im Festsaal der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der TU …
Wir trauern um Professor Dr. Dr. h.c. Martin Fincke, langjähriges Mitglied des Instituts für Ostrecht e.V., der am 18. November 2025 im Alter von 88 Jahren verstorben ist. Sein wissenschaftliches Wirken prägte insbesondere das Ostrecht und den Ausbau internationaler Rechtskontakte nach Osteuropa. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Einen …
Am 01. Dezember 2025 empfing der wissenschaftliche Leiter des IOR, Prof. Dr. Martin Löhnig, eine Delegation der Juristischen Fakultät der Westböhmischen Universität Pilsen. Im Mittelpunkt des Besuchs stand ein intensiver fachlicher Austausch zu zwei hochaktuellen Themen des Familienrechts: Leihmutterschaft sowie transsexuelle Elternschaft, die jeweils aus deutsch-tschechischer rechtsvergleichender Perspektive diskutiert wurden …
Das Institut für Ostrecht gliedert sich – hierin der Tradition der Abteilung Recht im Osteuropa-Instituts Breslau folgend – in Länderreferate. Dies erlaubt eine synoptisch-geografische Erforschung der Rechtsentwicklung in Osteuropa, die in dieser Form in der Welt einzigartig ist.
Die Länderreferentinnen und Länderreferenten des IOR sind ausgewiesene Spezialisten für die Rechtsordnungen der von ihnen beobachteten Staaten. Sie sprechen die Sprache(n) ihres Forschungsraums fließend und haben hervorragende Rechts- und Landeskenntnisse.