Das Institut für Ostrecht (IOR) wurde am 18.7.1957 auf Initiative von Reinhart Maurach als rechtsfähiger Verein (e. V.) gegründet. Seine Aufgaben umfassen die systematische Erforschung der Rechtssysteme in den ehemals sozialistischen Staaten Osteuropas einschließlich der Rechtspraxis und der Rechtswissenschaft, die Verbreitung der Forschungsergebnisse in Deutschland und im Ausland, die Teilnahme an der internationalen rechtlichen Zusammenarbeit sowie die Stärkung des wissenschaftlichen Erfahrungsaustauschs und der internationalen Beziehungen auf allen Gebieten des Rechtswesens.
Zu diesem Zweck betreibt das Institut flächendeckende Grundlagenforschung und Projektforschungen, sammelt Rechtsliteratur aus und über den Forschungsraum, erstellt Rechtsgutachten für Gerichte, Behörden, Unternehmen und Private und erteilt Auskünfte über das Recht der osteuropäischen Staaten, gibt wissenschaftliche Publikationen und Periodika heraus, fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs und organisiert Rechtstagungen, Vorträge und ähnliche Veranstaltungen.
Die politische Entwicklung Georgiens beschäftigt seit Monaten nicht nur die Zivilgesellschaft vor Ort, sondern auch die europäische Rechtswissenschaft. Im Rahmen eines Vortrags am Institut für Ostrecht berichtete die georgische Juristin und Gastforscherin Nina Bazikoshvili am 11. Dezember 2025 über die aktuelle Lage in ihrem Heimatland und die Auswirkungen auf Rechtsstaatlichkeit, …
Am 4. und 5. Dezember 2025 nahm unsere wissenschaftliche Referentin für den postsowjetischen Raum, Antje Himmelreich, an der Jubiläumstagung „Sachunmittelbare Demokratie: Einstiger Hoffnungsträger, heute überholt?“ in Dresden teil. Anlass war das 20-jährige Bestehen des Deutschen Instituts für Sachunmittelbare Demokratie (DISUD). Die Konferenz fand im Festsaal der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der TU …
Wir trauern um Professor Dr. Dr. h.c. Martin Fincke, langjähriges Mitglied des Instituts für Ostrecht e.V., der am 18. November 2025 im Alter von 88 Jahren verstorben ist. Sein wissenschaftliches Wirken prägte insbesondere das Ostrecht und den Ausbau internationaler Rechtskontakte nach Osteuropa. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Einen …
Am 01. Dezember 2025 empfing der wissenschaftliche Leiter des IOR, Prof. Dr. Martin Löhnig, eine Delegation der Juristischen Fakultät der Westböhmischen Universität Pilsen. Im Mittelpunkt des Besuchs stand ein intensiver fachlicher Austausch zu zwei hochaktuellen Themen des Familienrechts: Leihmutterschaft sowie transsexuelle Elternschaft, die jeweils aus deutsch-tschechischer rechtsvergleichender Perspektive diskutiert wurden …
Am 1. Dezember 2025 hat Antje Himmelreich, wissenschaftliche Referentin für das ukrainische Recht, im Rahmen der Veranstaltung „Einführung in das ukrainische Recht aus vergleichender Perspektive“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel eine Online-Vorlesung zum ukrainischen Familien- und Erbrecht gehalten. Im Familienrecht standen neben dem Ehe- und Kindschaftsrecht auch aktuelle und praxisrelevante …
Am 28.11.2025 veranstaltete die Rechtsvergleichende Forschungswerkstatt „Juristisches Grenzland: Die Berührungspunkte zwischen Privatrecht und öffentlichem Recht in hybriden Rechtsgebieten“ / „Jogi határvidékek: a magánjog és a közjog érintkezési pontjai hibrid jogterületeken“ im Andrássy-Saal der Andrássy Universität Budapest ihre Abschlusskonferenz für das Forschungsjahr 2025. Die Rechtsvergleichende Forschungswerkstatt wird von der Ludovika Universität …
Am 20. November 2025 fand am Institut für Ostrecht (IOR) in Regensburg die wissenschaftliche Veranstaltung „Kraków als rechtlicher Zwischenraum“ statt. Die Tagung nahm Krakau als exemplarischen Ort in den Blick, an dem sich politische Umbrüche und rechtliche Ordnungen besonders deutlich überlagern – von der Zeit der Freien Stadt Kraków über …
Am 12. November hielt der Geschäftsführer des Instituts für Ostrecht, Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Küpper, an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Budapester Károli-Gáspár-Universität einen englischsprachigen Vortrag über Religionsfreiheit und Staatskirchenrecht in Deutschland. Neben Studierenden der Károli-Gáspár-Universität nahmen auch Gastforscherinnen und Gastforscher aus der Türkei, Indonesien, Laos und Kenia teil. In …
Vom 13. bis 17. Oktober 2025 fand der Workshop „EU-Beitritt der Ukraine: Aufbau und Sicherung rechtsstaatlicher Strukturen“ des Instituts für Ostrecht (IOR) in Kooperation mit dem Denkraum Ukraine in Regensburg statt. Tagungsort war das Alte Finanzamt in der Landshuter Straße 4; Arbeitssprache war Englisch. Das Format wurde durch den DAAD …
Mit der Ukraine-Analysen Nr. 320 vom 3. November 2025 zum Thema „Russlands Krieg gegen die Ukraine und Kriegsverbrechen“ sowie der paralell erschienen 15. Ausgabe des englischsprachigen Ukrainian Analytical Digest verantwortet unsere wissenschaftliche Referentin für ukrainisches Recht, Antje Himmelreich, als Gastherausgeberin eine Ausgabe, die juristische, politische und menschenrechtliche Perspektiven zur Aufarbeitung …
Das Institut für Ostrecht gliedert sich – hierin der Tradition der Abteilung Recht im Osteuropa-Instituts Breslau folgend – in Länderreferate. Dies erlaubt eine synoptisch-geografische Erforschung der Rechtsentwicklung in Osteuropa, die in dieser Form in der Welt einzigartig ist.
Die Länderreferentinnen und Länderreferenten des IOR sind ausgewiesene Spezialisten für die Rechtsordnungen der von ihnen beobachteten Staaten. Sie sprechen die Sprache(n) ihres Forschungsraums fließend und haben hervorragende Rechts- und Landeskenntnisse.