Das Institut für Ostrecht (IOR) wurde am 18.7.1957 auf Initiative von Reinhart Maurach als rechtsfähiger Verein (e. V.) gegründet. Seine Aufgaben umfassen die systematische Erforschung der Rechtssysteme in den ehemals sozialistischen Staaten Osteuropas einschließlich der Rechtspraxis und der Rechtswissenschaft, die Verbreitung der Forschungsergebnisse in Deutschland und im Ausland, die Teilnahme an der internationalen rechtlichen Zusammenarbeit sowie die Stärkung des wissenschaftlichen Erfahrungsaustauschs und der internationalen Beziehungen auf allen Gebieten des Rechtswesens.
Zu diesem Zweck betreibt das Institut flächendeckende Grundlagenforschung und Projektforschungen, sammelt Rechtsliteratur aus und über den Forschungsraum, erstellt Rechtsgutachten für Gerichte, Behörden, Unternehmen und Private und erteilt Auskünfte über das Recht der osteuropäischen Staaten, gibt wissenschaftliche Publikationen und Periodika heraus, fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs und organisiert Rechtstagungen, Vorträge und ähnliche Veranstaltungen.
Das Institut für Ostrecht begrüßt Herrn Assoz. Prof. Dr. Yevhenii Tkachenko als Gastforscher. Der Aufenthalt findet im Rahmen des International Research Fellowship Programme 2026 des Zentrums für interdisziplinäre Ukrainestudien „Denkraum Ukraine“ an der Universität Regensburg statt, das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) aus Mitteln des Auswärtigen Amts gefördert wird. Zur …
Das Institut für Ostrecht lädt zu einer internationalen rechtshistorischen Tagung über Recht, Staatlichkeit und Verwaltung in der Ukraine zwischen ca. 1900 und 1922 ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Rechtsräume und Institutionen in Zeiten politischen Umbruchs – zwischen imperialem Zerfall, Krieg und Staatsgründung – funktionierten und sich transformierten. Die …
Am 2. Juni 2026 ist der Blockkurs „Ukrainisches Wirtschaftsrecht“ des Instituts für Ostrecht an der Universität Regensburg gestartet. Die Veranstaltung findet im Rahmen des „Denkraum Ukraine“ statt und beleuchtet zentrale Bereiche des ukrainischen Wirtschaftsrechts vor dem Hintergrund des angestrebten EU‑Beitritts der Ukraine. Die Teilnehmenden kommen aus Deutschland, Tschechien, Polen und …
Der Schleswig-Holsteinische Landtag hat sich mit einer Petition zum Erhalt des Instituts für Osteuropäisches Recht an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel befasst. Das Institut hat seine Tätigkeit nach der Pensionierung seines Direktors Prof. Dr. Dr. h.c. Alexander Trunk zum 31. März 2026 eingestellt, nachdem die Rechtswissenschaftliche Fakultät der CAU entschieden hatte, …
Bei der Editoriale Scientifica (Neapel) ist der von Attila Vincze, Diana-Urania Galetta, Ewald Wiederin und dem IOR-Geschäftsführer Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Küpper herausgegebene Band „100 Jahre Rechtsstaat im Alltag: vom österreichischen Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetz zum europäischen Verwaltungsverfahren“ erschienen. Auf 296 Seiten kommen Verwaltungsrechtlerinnen und Verwaltungsrechtler aus Ost- und Westeuropa zu …
Am 13. Mai 2026 lud die Österreich-Bibliothek der deutschsprachhigen Andrássy Universität Budapest zu einem besonderen literarischen Abend: Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Küpper, Geschäftsführer des Instituts für Ostrecht (IOR), las aus seinem dritten Kriminalroman „Ungarische Tänze“ und entführte dabei rund 30 Gäste in eine Welt, die weit mehr zu bieten …
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für Erbrecht und Vermögensnachfolge (ZEV), Heft 5, S. 291, sind zwei Länderberichte von Mitarbeitern des Instituts für Ostrecht erschienen: Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Küpper (IOR-Geschäftsführer): Ungarn: Erbrechtsnovelle als Teil einer umfassenderen BGB-Novelle Jan Sommerfeld: Tschechien: Staatshaftung bei zu spät aufgefundenem notariellem Testament Die …
Das Institut für Ostrecht hat seit 2025 das Pilotprojekt „Restorative Justice in der Ukraine: Die (fehlende) Aufarbeitung des Sowjetunrechts von 1991 bis heute“ („Restorative Justice in Ukraine: (Not) Coping with Soviet State Crimes from 1991 until Today“ = „«Відновне (реабілітаційне) правосуддя» в Україні: (відсутність) дослідження радянської несправедливості з 1991 року …
Vom 8. bis zum 10. Mai 2026 nahm Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Küpper, Geschäftsführer des IOR, an der gemeinsamen Jahresversammlung der Deutsch-Ungarischen Juristenvereinigung (DUJV) und der Ungarisch-Deutschen Juristenvereinigung (UDJV) teil. Die Veranstaltung fand in den repräsentativen Räumen des Ungarischen Generalkonsulats in München statt. Wissenschaftliches Programm: Recht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks …
Am 6. Mai 2026 fand am Institut für Ostrecht in Regensburg das Kick-off-Meeting des Deutsch-Ukrainischen Polizeidialogs „Prävention vor häuslicher Gewalt“ im Rahmen des Denkraum Ukraine statt. Die hybride Veranstaltung brachte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Vertreterinnen und Vertreter der Polizeipraxis aus Deutschland und der Ukraine zusammen. Im Mittelpunkt standen Fragen der …
Das Institut für Ostrecht gliedert sich – hierin der Tradition der Abteilung Recht im Osteuropa-Instituts Breslau folgend – in Länderreferate. Dies erlaubt eine synoptisch-geografische Erforschung der Rechtsentwicklung in Osteuropa, die in dieser Form in der Welt einzigartig ist.
Die Länderreferentinnen und Länderreferenten des IOR sind ausgewiesene Spezialisten für die Rechtsordnungen der von ihnen beobachteten Staaten. Sie sprechen die Sprache(n) ihres Forschungsraums fließend und haben hervorragende Rechts- und Landeskenntnisse.